Zum neuen Arbeitsjahr & über vergessene Frauen

Den Dezember habe ich im letzten Jahr zum Denkzember ausgerufen, um mir Gedanken zu machen, wie es im neuen Jahr weitergeht. Dazu bewogen haben mich verschiedene Erkenntnise und Entwicklungen, die sich beim Denken ergeben haben. Das heißt nicht, dass ich meine bisherigen Aufträge und Aufgaben nicht weiterführe, im Frühjahr werden neue Lernhilfen erscheinen und im Herbst kommt die neue Romanbiografie, neue Buchmanuskripte sind fertig, Ideen für Romane habe ich genug und dazwischen finden Workshops und Lesungen statt. Aber es kristallisierte sich heraus, dass ich für die Suche nach neuen Aufträgen und Aufgaben gerne ein Leitmotiv hätte. Das hat in den fast zwanzig Jahren meiner Selbstständigkeit schon dreimal geklappt – sind es nicht die vierblättrigen Kleeblätter, die das Glück bringen 😊

Ein Jahr für vergessene Frauen

Der Leitstern in diesem Jahr soll aber das Thema „Vergessene Frauen“ sein, da reiht sich die neue Romanbiografie über eine Unternehmerin und Mäzenin ein, dazu habe ich ja schon den Blog www.vergessene-frauen.de eingerichtet und eine Facebook-Seite und bei meiner Agentin liegt ein Buchmanuskript zur Vermittlung. Am Weltfrauentag findet im Auftrag der VHS Hagen mein Rundgang auf den Spuren vergessener Frauen in Hagen statt. Es ist also schon viel geschehen. In 2026 habe ich vor, diese spannende Tätigkeit in Aufträge umzuwandeln, denn als Freiberuflerin muss ich auch nach zwanzig Jahren Selbstständigkeit meinen Lebensunterhalt finanzieren. Über Anregungen und Tipps würde ich mich freuen und für ein offenes Ohr, wenn ich im Laufe des Jahres mit einer Idee vorstellig werde.

Am Anfang war das Lernen

Der erste Schwerpunkt war das Thema „Lernen“, den ich in der Lernbegleitung, in dem Brigitte-Blog „Zwischen ABC und Zentralabi“, verschiedenen Lernhilfen, Seminaren für Schüler:innen und Eltern und dem Buch „Effektiver für Dummies“ im Wiley-Verlag und in Studienheften umgesetzt habe, aber mit der Schließung der Lerncenter 2018 zurückgestellt hatte. Auch weil so viele andere spannende Projekte kamen.

Mein Herz schlägt weiter für den Schulstart

Am Beginn meiner Selbstständigkeit ergab sich das Thema „Schulstart“ mit der Entwicklung der Reihe „Lernspaß mit Leo Lausemaus“ für den Lingen-Verlag, die in diesem Jahr auch Zwanzigjähriges feiert, wenige Wochen vor der Eröffnung des ersten Lerncenters waren die ersten Lernhefte bei Aldi erhältlich. Einige der Hefte sind weiterhin aktuell, andere wurden und werden neu entwickelt, um auf die Interessen der heutigen Kinder einzugehen. Inzwischen habe ich für den Klett-Verlag neue Lernhilfen entwickelt und an der Konzeption einer Reihe mitgearbeitet, der Blog „Jetzt Schulkind“ beim Lingen-Verlag ist weiterhin aktuell und der Elternratgeber „100 Dinge, die ein Vorschulkind können sollte“ von Gräfe & Unzer noch als E-Book erhältlich. Bei der Kindergartenakademie ist ein Fernkurs für Übergangskoordinator:innen erschienen und gelegentlich halte ich noch Vorträge zu dem Thema. Gerade liegt hier eine Idee, die ich demnächst einem Kooperationspartner vorstellen werde.

Von den Jungen zu den Älteren mit Erinnerungsgeschichten

Zu dem Schwerpunkt „Erinnerungsgeschichten“ kam ich durch Zufall, aber es zeigte sich, dass ich da meine Kompetenz, einfache Texte mit Pfiff zu schreiben, und meine Neugier auf die Kindheit und Jugendzeit heutiger Senior:innen verbinden kann. Fast 20 Bücher mit Vorlesegeschichten sind erschienen, zunächst im Verlag an der Ruhr, der den Bereich leider nicht weiterführt, und derzeit im Singliesel-Verlag. Aber das Schreiben der kurzen Geschichten hat mich zu einem Großprojekt angeregt. Das Projekt „Zeitenlese“ greift nicht wie die Senior:innengeschichten Gemeinsamkeiten vieler älterer Menschen auf, sondern historische Ereignisse, die bis heute nachhallen. An diesem Thema will ich auf jeden Fall weiterarbeiten und habe schon einige Ideen, vor allem aber muss sich ein Weg finden, die Zeitenlese-Geschichten zu veröffentlichen.

Ich bin gespannt, was das neue Jahr bringen wird, und freue mich auf die Zusammenarbeit mit bisherigen und neuen Partnerinnen und Partnern.